Wenn wir heute einen guten Job haben wollen, ist es sehr wichtig, mit Stress umgehen zu können, oft auch mit Überlastung. Das ist in der Welt der Autos nicht anders. Es ist gut, wenn ein Auto Hunderte von PS hat oder unglaublich gut aussieht! Aber wenn wir nach der Arbeit ins Fitnessstudio eilen müssen, um das Kind abzuholen, und unser Herz hartnäckig den Fehlercode 102 ausgibt, können wir seine große Kraft und Schönheit auf unser Haar übertragen.
Aber der kleine Swift schafft das nicht. Ausgefeilte Technik, zuverlässige Ausstattung. Das CVT-Getriebe ist manchmal etwas komisch, aber es ist ein gutes Auto.
Unser Auto. Und wirklich! Wie liebenswert! Wie zuverlässig! Wie praktisch! Als die ersten Exemplare in unserem kleinen Land Anfang der 90er Jahre hergestellt wurden, konnte man sie für deutlich unter 1 Million Forint kaufen. Mehr als 30 Jahre sind vergangen. Heute beginnt der Preis für meinen Suzuki bei 6.450.000 Forint, das Modell, das ich habe, kostet etwa 8.090.000 Forint und der Listenpreis liegt bei 9.090.000 Forint.
Ich konnte eine Woche lang einen Swift Mildhybrid mit 1.2 Liter Dreizylinder-Saugmotor und CVT-Getriebe testen – ich hatte dieses Getriebe angefragt, weil ich neugierig war, ob es besser ist als das alte.

Ich finde das Äußere des Swift ein Volltreffer. Obwohl es damit nie ein Problem gab. Unser Auto zeigt sein gutes Gesicht aus jedem Blickwinkel. Es ist eine kleine, schlanke Karosserie. Die nach oben gerichteten Augen, der tiefe Spoiler und der relativ große Kühlergrill sind cool.

Auch von der Seite bringt es die kraftvolle und zugleich praktische Form zum Ausdruck. Besonders auffällig ist die ausgeprägte Vertiefung oberhalb der Schwelle im unteren Bereich der Türen.

Auch von hinten ist alles in Ordnung. Die Scheinwerfer sind hübsch, die Stoßstange kraftvoll. Die Kofferraumöffnung könnte größer sein. Ein treuer älterer Suzuki-Besitzer bemerkte, dass die Unterkante des Kofferraums deutlich höher ist als der Boden, was das Beladen für ältere Menschen und Menschen mit Rückenschmerzen erschwert. Der kleine Dachflügel ist jedoch eine nette Geste.

Der Swift ist 3860 mm lang und hat einen Radstand von 2450 mm. Dadurch ist er innen recht geräumig. Wenn ich den Vordersitz auf meine Körpergröße von 193 cm einstelle, passen meine Knie hinten gut hinein, ich muss nur den Kopf etwas zur Seite neigen. Aber ich fahre trotzdem immer. 🙂

Auf dem Fahrersitz begrüßt mich ein freundlicher Raum. Ich fühle mich wohl. Das Lenkrad liegt sehr gut in der Hand. Die Instrumente überzeugen in doppelter Hinsicht. Musik, Telefon und adaptiver Tempomat lassen sich vom Lenkrad aus steuern – denn den gibt es auch – sowie der Spurhalteassistent. Der adaptive Tempomat ist ganz gut, aber den Stau hätte man etwas geschickter lösen können. Wenn die Schlange stoppt, muss man immer auf die Bremse treten, sonst fängt das System an, wie verrückt zu pfeifen. Der Spurhalteassistent lässt sich zwar auch nutzen, aber als ich eine Kurve etwas schneller nahm, wäre ich fast gegen die Leitplanke gefahren. Zum Glück hielt ich das Lenkrad fest, das man immer festhalten muss!

Die Bedienelemente sind jedoch gut erreichbar und funktionieren einwandfrei. Auch Apple Car Play funktionierte einwandfrei. Leider hat das knarrende Plastik alles überflutet, für so viel Geld hätte man das ändern können. Die Frage ist, wie stark es in 10 Jahren klappern wird. Das zentrale Display ist schön vergrößert und von der Seite gut sichtbar. Was mir gut gefallen hat, ist, dass man auch im Stand Videos von einem USB-Stick abspielen kann. Ich glaube, es funktioniert auch von einem Telefon, aber ich habe es nicht ausprobiert. Ein wichtiger Pluspunkt ist, dass wir mehrere Fächer haben, auch für Flaschen und Telefone ist Platz.

Etwas dürftig ist die manuelle Klimaanlage. Wenn ich die Klimaanlage auf Kühlen gestellt und so geblasen habe, kam immer noch warme Luft, bis ich sie ausschaltete. Ich denke, jeder, der ein Auto für so viel Geld kauft, möchte eine automatische Klimaanlage.


Hinzu kommt der Kofferraum hinten mit seinen 265 Litern. Es ist zwar kein Octavia Kombi, aber er erfüllt seinen Zweck.
Lass uns gehen!
Mit dem CVT-Getriebe fährt sich der kleine Swift flott. Die Kurvenstabilität ist wie bei einem Go-Kart. Man kann ihn sehr ruppig in die Kurve legen, selbst mit diesen relativ dünnen Reifen (185/55 R16).

Der kleine Dreizylinder-Saugmotor mit 1,2 Litern Hubraum bewegt das Auto recht dynamisch. Und wenn wir im Sportmodus Vollgas geben? Dann steigt die Drehzahl auf konstante 5800 und der Motor brüllt! Wir haben das Gefühl, stark zu beschleunigen, aber nicht so stark. Die Beschleunigung von 0 auf 100 haben wir gemessen und sie lag bei 13,1 Sekunden. Der Werkswert ist mit 11,9 Sekunden etwas besser. Aber darum geht es hier nicht. Der kleine Swift ist ein wirklich guter Alltagsbegleiter. Er weiß stets, was er als zuverlässiges Auto zu tun hat. Er ist dynamisch genug für den Alltag in der Stadt und auf der Landstraße. Autobahntempo kommt auch damit zurecht, aber die Helden der inneren Spur werden wir damit nicht.

Apropos Sportmodus. Ich finde, das ist ein gutes Feature des CVT Swift. Denn der Sportmodus lässt sich mit dem kleinen Knopf links am Schalthebel blitzschnell aktivieren, zum Beispiel wenn man an einer Kreuzung mal richtig Gas geben will. Bessere Gasannahme, höhere Drehzahlen, das funktioniert wirklich gut.
Das CVT-Getriebe ist hier ohnehin eher eine Notwendigkeit. Viele Swift-Fahrer, die nicht gerne schalten, und für sie ist dies eine gute Alternative. Natürlich wäre es schön, wenn Suzuki ein stärkeres Automatikgetriebe im Programm hätte. Der Nachteil dieses CVT-Getriebes ist zudem, dass es bei dynamischer Beschleunigung – da der Motor ständig mit 5800 U/min brummt – deutlich mehr verbraucht als beispielsweise sein Gegenstück mit Handschaltung. Bei normaler Nutzung zeigt es jedoch, was es verspricht. Mein Verbrauch in der Stadt lag bei dynamischer Fahrweise bei 5,5 Litern. Bei langsamer Fahrweise sank dieser Wert auf 4,9 Liter. Ich denke aber, dass insbesondere bei gleichmäßiger Geschwindigkeit und mit ruppigem Fahrstil auch ein Wert von etwa 4 Litern realistisch ist.
Die Sitze waren auch auf längeren Fahrten bequem und die Geräuschdämmung ausreichend.

Ein weiterer Minuspunkt ist die leicht bunkerartige Anmutung durch die hohe Gürtellinie und die für mich zwar ungewohnten, aber produktionstechnisch durchaus sparsamen vorderen Seitenscheiben, deren Krümmung nicht geschwungen, sondern schräg abgebrochen ist.

Auch mit dem Reifendrucksensor hatte ich ein Abenteuer. Als es kühler wurde, zeigte er an, dass der Druck in einem Reifen auf 2,13 bar gefallen war. Ich ging zum Tank, aber laut dem dortigen Messgerät lag der Druck in allen vier Reifen bei etwa 1,5 bar.
Insgesamt habe ich die Woche mit dem Swift sehr genossen. Er war ein sehr handlicher und geschmeidiger Begleiter im Alltag. Bei Bedarf konnte er auch dynamisch sein und scheute auch enge Kurven nicht. Der Kofferraum könnte größer sein, ist aber in dieser Kategorie durchaus lohnenswert. Der Innenraum ist sowohl in puncto Funktionalität als auch Komfort bestens erprobt. Auch den Digitalisierungsgrad finde ich sowohl bei den Fahrerassistenzsystemen als auch im Medienbereich in Ordnung. Die manuelle Klimaanlage ist zwar nicht der Gipfel unserer Zeit, aber sie reicht aus. Was das CVT-Getriebe angeht, würde ich mir bei einem Kauf definitiv ein manuelles Getriebe wünschen, aber vielleicht gibt es ja irgendwann ein modernes Automatikgetriebe im Suzuki-Programm. Auch der Verbrauch ist sehr günstig.

Sind die 8,09 Millionen Forint das wert? Das muss jeder selbst entscheiden. Apropos – 8.000.000 Millionen Forint sind meiner Meinung nach viel Geld. Aber ist das viel für ein neues Auto? Ein Kia Picanto kostet rund 7.000.000 Millionen Forint, und auch der Mitsubishi Colt beispielsweise liegt in dieser Preisklasse. Neuwagen sind also selbst in dieser Kategorie sehr teuer geworden. Wenn Sie jedoch in dieser Kategorie suchen, kann ein gut ausgestatteter Swift nur eine gute Wahl sein.
Fotos: László Dániel Molnár

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