Hurrikan Harvey hat den US-Energiemarkt stark beeinträchtigt und zahlreiche Raffinerien zur Schließung gezwungen. Dies spiegelt sich auch in den Aktienkursen wider: Die Preisspanne zwischen verschiedenen Ölsorten hat sich vergrößert, und die Benzinpreise sind gestiegen.
Die massiven Schäden durch Hurrikan Harvey haben zum Verlust eines Teils der Raffineriekapazitäten der USA geführt. Dies hatte schwerwiegende Folgen für die Energiewirtschaft der größten Volkswirtschaft der Welt. Dies spiegelt sich auch in den Preisen verschiedener Produkte an der Rohstoffbörse wider und führt zu Anomalien und Preisbewegungen, die zwar auf eine Fehlbewertung hindeuten, aber logisch sind.
Auffällig ist die zunehmende Preisspanne zwischen den amerikanischen Ölsorten WTI und Brent aus der Nordsee. Aktuell liegt sie bei 5,5 Dollar, zuletzt Ende Juli 2015 war sie so hoch. In den vergangenen Jahren lag der typische Wert bei 2 bis 3 Dollar.
Während der Preis für WTI-Öl hinter dem für Brent zurückbleibt, gibt es noch eine weitere Anomalie. Durch die Schließung von Raffinerien entsteht eine Lücke in der Versorgung mit verarbeiteten Erdölprodukten, weshalb deren Preise steigen. So stieg beispielsweise der Preis für US-Benzin an der Rohstoffbörse am letzten Augusttag um über sieben Prozent (und fiel einen Tag später um drei Prozent).
Eine Erhöhung der Raffinerieproduktion würde letztlich zu erheblichen Benzin- und Dieselvorräten führen, was wiederum den Preis des Endprodukts, der Raffinerieproduktion, senken und damit den Rohölpreis nach unten drücken würde. Doch dieser Prozess ist derzeit wegen des Hurrikans nicht möglich oder verlangsamt sich zumindest deutlich.

Die Preisdifferenz zwischen raffinierten Produkten und Rohöl hat sich mittlerweile auf ein seit Jahren nicht mehr gesehenes Niveau vergrößert. Der Seekingalpha-Autor erinnert daran, dass die US-Rohölvorräte in letzter Zeit ohnehin stärker gesunken sind als erwartet. Raffinerien werden den Rohstoff so schnell wie möglich kaufen, um ihre schwindenden Benzin- und Dieselvorräte wieder aufzufüllen. Zudem ist die Zahl der aktiven Ölquellen in den USA in letzter Zeit leicht zurückgegangen.
Was erwartet Sie?
Daher sei zwar in den kommenden Wochen mit starken Schwankungen auf dem US-Energiemarkt zu rechnen, danach dürfte jedoch die Nachfrage nach Rohöl steigen, was die Preise in die Höhe treiben könnte.
Quelle: privatbankar.hu

Abonnieren Autosajto.hu zu Ihrem Newsletter



