Magna, einer der weltweit größten Autoteilehersteller, hat Berichten zufolge bereits die Baugenehmigung für ein neues Werk in Ungarn erhalten. Die slowenische Presse berichtet bereits über das dortige Werk, der ungarische Standort ist jedoch noch nicht bekannt, es gibt lediglich Spekulationen.
Den slowenischen Behörden scheint die Zeit davonzulaufen, da sich die Erteilung mehrerer notwendiger Umweltgenehmigungen für das dortige Werk von Magna-Steyr International seit Mai verzögert. In der Presse gehen die Meinungen auseinander. Manche sprechen von einer Autofabrik, andere von einer Lackiererei. Magna hat im Rahmen des Montagewerks auch Verträge mit BMW und Jaguar zur Fahrzeugproduktion abgeschlossen und muss seine Kapazitäten in dieser Richtung dringend erweitern. Der kanadisch-österreichische Autoteilehersteller und -zulieferer kündigte im März die Errichtung eines neuen Werks in Maribor an. Bislang konnte jedoch noch nicht mit dem Bau begonnen werden.
Könnte es in Ungarn zu einer weiteren großen Automobilinvestition kommen?
In Slowenien konnten die Umweltbehörden erst spät über die Baugenehmigung entscheiden, doch auch diese scheint angefochten worden zu sein. Gegner sind zudem bereit, bis vor den Obersten Gerichtshof zu ziehen.
Unternehmensvertreter haben zuvor zugegeben, dass sie bereit seien, die Investition nach Ungarn zu verlagern.
Presseberichten zufolge liegt nun jedoch eine Teilbaugenehmigung vor. Genaue Informationen zum ungarischen Standort sind noch nicht bekannt. Mehrere Quellen, die sich auf Radio Slovenija berufen, sagen, dass Zalaegerszeg das endgültige Ziel sein könnte.
Magna plant, die Produktion im neuen Werk im Herbst 2018 aufzunehmen. Zudem steht der Zulieferer unter Marktdruck: Wie bereits erwähnt, vereinbarte Magna im Juni mit BMW die Produktion des neuen BMW 5er Hybrid. Anfang des Jahres schloss Magna einen ähnlichen Liefervertrag mit Jaguar. Mit den derzeitigen Produktionskapazitäten des Unternehmens wäre dieser Vertrag jedoch nicht erfüllbar.
In Ungarn hätte das Unternehmen jedoch kein ähnliches Problem. Hier kann es den Bau in einem beschleunigten Verfahren beginnen – und dabei teilweise die Umweltgenehmigung umgehen. Dazu müsste es zunächst mit der Regierung vereinbaren, das Projekt zu einer Investition von hoher volkswirtschaftlicher Bedeutung zu erklären.
Quelle: napi.hu

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