Einem Artikel der Rheinischen Post zufolge gab es für Diesel bislang einen Steuervorteil gegenüber Benzin, den das Umweltbundesamt nun abschaffen will.
Laut der Direktorin der Organisation, Maria Krautzberger, zahlen Dieselfahrer derzeit 18,4 Cent weniger pro Liter als Benzinfahrer. Dem Haushalt entgehen dadurch jährlich 7,8 Milliarden Euro an Einnahmen, davon allein 3,5 Milliarden für Dieselautos. Das bedeutet, dass der Staat die Nutzung von Dieselautos effektiv mit 1,5 Milliarden Euro jährlich subventioniert. Für die Verbreitung von Elektroautos ist hingegen nur eine Milliarde Euro vorgesehen – und das auch nur bis 1.


Der Chef des Umweltbundesamtes betonte, die Behörde arbeite konsequent daran, alle „umweltschädlichen Subventionen“ abzubauen, darunter auch den Steuervorteil für Dieselkraftstoff. Solche Subventionen können auch dazu führen, dass Dieselautos die Luft in Städten verschmutzen. Dies stellt die Automobilindustrie vor einen Wendepunkt, da mehrere Großstädte wegen der hohen Stickoxidbelastung in der Luft über Fahrverbote für Dieselautos nachdenken.
Bisherige Bemühungen:
Dieselautos, die nicht den neuesten Abgasnormen entsprechen, werden ab dem kommenden Jahr in Stuttgart verboten. Das Verbot gilt nicht automatisch, sondern nur, wenn die Luft in der Stadt stark verschmutzt ist.

Das ist deshalb interessant, weil, wenn Stuttgart ältere Dieselautos vorübergehend von seinen Straßen verbannt, obwohl die Stadt Sitz von Daimler ist, dem weltweit führenden Hersteller von Luxusautos, der viele Dieselautos verkauft, könnten andere Städte diesem Beispiel folgen.
Ende letzten Jahres einigten sich die Regierungschefs von Paris, Mexiko-Stadt, Madrid und Athen darauf, Dieselfahrzeuge bis Mitte des nächsten Jahrzehnts aus ihren Städten zu verbannen. Im Gegenzug sollen Anreize geschaffen werden, um die Menschen zur Nutzung anderer Verkehrsmittel zu ermutigen und das Radfahren und Gehen zu fördern.
Quelle: privatbankar.hu, portfolio.hu

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