Skandal um deutsche Autobauer

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Deutscher Kartellskandal

Am Wochenende wurde bekannt, dass die fünf deutschen Autobauer Volkswagen, Porsche, Audi, Daimler und BMW seit 1990 an einem Kartell beteiligt sind. Der Spiegel enthüllte die Absprachen anhand geheimer Dokumente. Sollten sich die Vorwürfe der Zeitung bewahrheiten, drohen den deutschen Konzernen Strafen von bis zu mehreren Milliarden Euro. 

Experten der großen Automobilhersteller trafen sich mehrmals im Jahr. Ziel der Treffen war es, sich über verschiedene Themen zu einigen und die Standards festzulegen, auf deren Grundlage sie ihre Autos herstellen.

Ziel der Verhandlungen war die Ausschaltung des Wettbewerbs

Volkswagen teilte den Behörden – und zwar in einer Selbstauskunft – mit, dass die Premiumhersteller nicht miteinander konkurrierten, sondern sich untereinander darüber einigten, wie die einzelnen Komponenten funktionieren sollten. Wie groß sie sein sollten und wie viel sie kosten sollten. Und das in einer schwindelerregenden Zahl: 60 Arbeitsgruppen und rund 5 Sitzungen allein in den letzten fünf Jahren.

 

Skandal um deutsche Autobauer

 

Das Kartell der fünf großen deutschen Automobilhersteller schadete fast allen anderen. Sie schadeten nicht nur ihren Konkurrenten, sondern täuschten auch die Kunden, die sich für ihre Produkte entschieden, weil sie hofften, bei den Konkurrenzherstellern das bestmögliche Angebot zu bekommen.

Die Angelegenheit kam ans Licht, als das Bundeskartellamt 2016 mit der Untersuchung von Stahlübernahmen begann. Volkswagen legte freiwillig zusätzliche Daten vor und nutzte damit praktisch die letzte Chance, die erwartete Geldbuße zu reduzieren. Daimler folgte diesem Beispiel. Natürlich handelt es sich dabei nicht um völlig freiwillige Schritte, sondern lediglich um Schadensersatz.

Die Generaldirektion Wettbewerb der Europäischen Kommission untersucht mutmaßliche Kartellaktivitäten gegen fünf führende deutsche Automobilhersteller, wie am Montag in Berlin bekannt gegeben wurde.

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