Opel Zafira 2.0 CDTI im Test

In Prüfung
Opel Zafira Test

Opel hat den neuen Zafira 2016 vorgestellt. Die Form des Familienvans ist gelungen. Er ist nicht protzig, wird aber wahrscheinlich auch in zehn Jahren noch schön anzusehen sein. Besonders gelungen ist die Frontpartie. Der große V-förmige Kühlergrill und die nach oben ragenden Scheinwerfer strahlen Stärke und Ruhe aus. Die Nebelscheinwerfer und die untere Schürze verleihen dem Wagen eine sportliche Optik. Die sanft ansteigende Gürtellinie und die Bumerangform nach der C-Säule wirken von der Seite gut. Auch das Heck ist nicht schlecht, aber man hat den Eindruck, als sei nicht mehr viel Zeit geblieben.

Die Motoren

Der Zafira ist mit 1,4-Liter-Turbo- und 1.6-Liter-Turbobenzinmotoren mit Leistungen von 120 bis 200 PS erhältlich. Als Dieseloptionen stehen 1.6- und 2.0-Liter-CDTI-Motoren mit Leistungen von 120 bis 170 PS zur Verfügung.

Wir durften den stärkeren Diesel mit 170 PS Probe fahren. Natürlich sieht der Minivan in natura noch besser aus. Das Auto zeichnet sich durch dynamische, klare Linien und einen komfortablen, hochwertigen Innenraum aus.

Opel Zafira Test
Opel Zafira 2.0 CDTI Innenraum

 

Schon beim Einsteigen fand ich sofort eine bequeme Sitzposition, der Sitz bietet sehr guten Seitenhalt und stützt den unteren Rücken gut. Die Armaturenbrett-Uhren sind schön anzusehen. Die verwendeten Schriftzüge haben mir sehr gut gefallen. Die Haptik der Polsterung und des Armaturenbretts vermittelt ein hochwertiges Gefühl. Und was mir ein Auto sofort ins Abteil reiht, ist der Geruch, den ich beim Einsteigen rieche. Und der Zafira riecht gut. Alles ist griffbereit und die vielen gut sortierten Ablagefächer sind lobenswert.

Opel Zafira Test
Armaturenbrett des Opel Zafira 2.0 CDTI

Wie fährt sich der 170 PS starke Zafira?

Los geht’s. Das spürt man sofort beim Starten: Die Geräuschdämmung ist enorm, der 2.0-Liter-Diesel ist kaum zu hören, unangenehme Vibrationen gibt es nicht. Man muss zwar aus der Enge schreien, aber der 4,66 Meter lange Zafira ist recht agil, man muss nicht zurücksetzen. Die 400 Nm bewegen den 1760 Kilogramm schweren Wagen mühelos. Ach, wenn er doch nur 200 Kilogramm leichter wäre …

Unterwegs fügt sich alles ein, alles funktioniert reibungslos. Ich schalte gerne das Sechsganggetriebe, die Schaltung fühlt sich so gut an. Wenn wir an einer roten Ampel halten, erledigt die Start-Stopp-Automatik ihren Job. Was mir nicht so gut gefällt, ist die recht straffe Federung. Für ein Familienauto hätte ich sie etwas weicher abgestimmt. Aber wenn ich etwas näher herantreten kann, verstehe ich die Steifigkeit des Fahrwerks. Trotz der relativ großen Masse machen die 170 PS und 400 Nm das Auto so hart, dass wir uns einfach festhalten müssen. Für eine solche Dynamik braucht es unbedingt ein strafferes Fahrwerk und hervorragende Bremsen. Zum Verbrauch konnte ich während des kurzen Tests keine aussagekräftigen Informationen sammeln. Die Werksangabe spricht von einem Verbrauch von rund 6 Litern im gemischten Betrieb, der Kollege, der das Auto vorbeigebracht hat, nannte 7 Liter.

Sehen Sie sich ein kurzes Video an:

 

 

Mit meinen 193 cm in der dritten Sitzreihe

Vor der Abfahrt haben wir auf dem Parkplatz die dritte Sitzreihe getestet, um zu sehen, wie viel Platz im Auto ist. Der Vordersitz war auf meine Körpergröße von 193 cm eingestellt, mein 182 cm großer Kollege hätte hinter mir Platz gefunden, und so quetschte ich mich hinten rein. Natürlich hätte ich mit 193 cm nur mit einem Schuhlöffel reingepasst, aber ein Erwachsener mit ca. 170 cm hätte problemlos reingepasst. Es wäre ein interessanter Test, wie gut drei Kindersitze in die zweite Reihe und zwei Kinder hinten reinpassen. Vielleicht beim nächsten Mal.

 

Preise, Extras

Das Auto kann unter anderem mit Spurhalteassistent, Toter-Winkel-Assistent, Abstandssensor und Kollisionsvermeidungssensor bestellt werden. Der Zafira lässt sich leicht individualisieren, obwohl ich bisher kein Armaturenbrett mit Saphireinlage auf der Extraliste gesehen habe. Der von uns getestete 2.0 CDTI ECOTEC mit 6-Gang-Schaltgetriebe in der Ausstattungsvariante Innovation startet bei 9.350.000 Forint. Der Einstiegspreis in der Ausstattungsvariante Edition beträgt 8.640.000 Forint.

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