In Spanien prüften die Behörden die Abgaswerte von insgesamt 17 Dieselmodellen der Marken Seat, Ford, Volvo, Nissan und Ssangyong. Unter Laborbedingungen erfüllten alle Fahrzeuge die Vorgaben. Im Praxistest unter realen Bedingungen erreichte jedoch keines der Autos die geforderten Werte. Der beste Wert lag beim 1,8-Fachen des Sollwerts, der schlechteste beim 12,6-Fachen des Grenzwerts. Von den fünf Marken schnitten Nissan und Ssangyong am schlechtesten ab.
Der spanischen Nachrichtenagentur Europapress zufolge hat das spanische Industrieministerium Kontakt zu beiden Herstellern aufgenommen. Diese haben erklärt, dass aus Sicherheitsgründen die Abgasreinigungsgeräte bei bestimmten Umgebungstemperaturen abgeschaltet würden, die jedoch den Vorschriften entsprächen.
Wie die Tageszeitung El País berichtet, fordert das spanische Industrieministerium die Europäische Kommission auf, die Nutzungsbedingungen der genannten Geräte zu klären und fordert die Hersteller auf, Informationen zu den genauen Umständen bereitzustellen, unter denen die Geräte aktiviert oder deaktiviert werden.
Der Test ist auch deshalb wichtig, weil künftig nur noch Modelle zugelassen werden, deren Werte auch bei einer Messung unter realen Bedingungen unterhalb ihrer Grenzwerte liegen.
Der spanische Bericht stellte außerdem fest, dass bei den untersuchten Typen keine Spuren von Geräten gefunden wurden, die die Messdaten manipuliert haben könnten.
Der VW-Dieselskandal war angebracht
Die Untersuchung, die mit den Untersuchungen in mehreren EU-Mitgliedsstaaten vergleichbar ist, zielte darauf ab, Autohersteller zu entlarven, die Emissionsdaten manipuliert hatten, nachdem Volkswagen im September 2015 zugegeben hatte, in einigen seiner Dieselfahrzeuge Software installiert zu haben, um Emissionsvorschriften zu umgehen. Ähnliche Nachrichten früher itt és itt wir schrieben.
Quelle: MTI

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