Wir waren auf dem Heimweg vom dritten Bezirk in Richtung des zehnten Bezirks, doch unsere friedliche Autofahrt verwandelte sich auf der Szentendrei-Straße in einen Tumult. Der Grund für den Plural ist mein kleiner Sohn, mit dem wir uns auf dem Heimweg immer gut unterhalten. In weniger als einer halben Stunde erreichten wir die Mitte der Árpád-Brücke, wo auf der äußeren Spur ein roter Ford Fiesta mit eingeschalteter Warnblinkanlage stand. Und eine schöne Rinne führte zum Unterboden des Wagens. Als ich an ihnen vorbeifuhr, fragte ich, ob sie Hilfe bräuchten. Die Dame und der Herr mittleren Alters antworteten mit Ja.
Ich stand abseits und schätzte die Situation ein. Der Motor lief, deshalb verstand ich nicht ganz, was passiert war. Obwohl sich Wasser im Ausgleichsbehälter befand, stellten sie auf meinen Vorschlag hin den Motor ab. Die ausgetretene Wassermenge mahnte zur Vorsicht. Zum Glück hatte die Fiesta-Crew ein Seil dabei. Ich dachte, schnell die Abschleppöse hoch und los geht’s. Aber ich musste aufwachen, so einfach ist das nicht. Leider war das Gewinde an der hinteren Aufnahme der Abschleppöse meines Autos noch unbenutzt. Im Dunkeln konnte ich nicht genau erkennen, ob es Rost oder Lack war, aber ich bekam die Abschleppöse nicht an ihren Platz. Schließlich zwang ich sie mit großer Mühe hinein, konnte sie aber leider nur wenige Umdrehungen drehen, und selbst dann nur mit einem Hebel. Wir mussten ein Risiko eingehen. Wenn ich sie nicht tief genug einschraubte und die Abschleppöse beim Ziehen heraussprang, konnte das den ansonsten sehr schönen kleinen Ford schwer beschädigen. Der Besitzer sagte, das Auto sei 13 Jahre alt und neu gekauft worden. Es hat jetzt 300.000 km und benötigte keine größere Wartung. Sie behandeln das Auto wie ein Familienmitglied. Wenn also die Anhängerkupplung kaputt gegangen wäre, wäre ich vom netten Helfer zum bösen Zerstörer des kleinen Familienmitglieds geworden.
Also fuhren wir los, aber ich ließ im Leerlauf meistens nur die Kupplung schleifen. Es war eine echte Eierschalenfahrt. Ich habe wahrscheinlich einmal den zweiten Gang eingelegt. Ich starrte in den Rückspiegel und die sehr „zuvorkommenden“ Mitfahrer vor mir. Ich spürte nicht die spürbare Dankbarkeit, dass wir gerade den Stecker aus dem Stau auf der Árpád-Brücke gezogen hatten. Als wir in die Népfürdő-Straße abbogen und nach ein paar hundert Metern anhielten – sie hatten nach einem Abschleppwagen gefragt – war ich sehr froh, das Seil entfernen zu können, da es kein Problem gegeben hatte.
Wie lautete die genaue Diagnose des Fiesta? Falls das nette Besitzerpaar den Artikel liest, schreibt es doch in die Kommentare oder auf Facebook! Und die Lektion ist: Ich habe zwei wirklich nette Leute kennengelernt und sie haben sich sehr für die Hilfe bedankt. Helfen ist also gut, das macht uns zu Autofreunden.

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