Mensch und Maschine: Wie entsteht ein Auto? – mit Video

In Auto, Automobilindustrie

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie ein Auto entsteht? Was wir heute auf den Straßen sehen, ist das Zusammenspiel von modernster Robotertechnologie und menschlichem Einfallsreichtum. Die Produktion brauchbarer Autos hat seit Beginn des 2. Jahrhunderts, als Teams von zwei bis drei Personen ein Auto aus Einzelteilen zusammenbauten, einen langen Weg zurückgelegt. Moderne Autofabriken sind Meisterwerke der Ingenieurskunst, die die Harmonie zwischen Mensch und Maschine charakterisieren.

Während in ganz Europa kleine Autofabriken betrieben wurden, waren die USA mit Innovationen wie dem Fließband Vorreiter der Massenproduktion. In den 1930er Jahren etablierten sich Massenproduktionstechnologien auch in Europa und senkten die Anschaffungspreise für Autos. Aufgrund der steigenden Nachfrage, des Strebens nach Kosteneffizienz und der Globalisierung entwickelte sich Asien ab den 1980er Jahren zum größten Automobilproduzenten und -exporteur.

Moderne Industrieroboter kamen in den 1960er Jahren auf. Die Unimate-Maschine gilt als der erste Industrieroboter in der Automobilindustrie, der große Werkstücke schweißen und bewegen konnte. Ab den 1980er Jahren wurde der Einsatz von Schweiß- und Lackierrobotern üblich. Ziel war nicht, Menschen zu ersetzen, sondern gefährliche und monotone Arbeiten zu übernehmen. Heute arbeiten Menschen Seite an Seite mit den modernsten Industrierobotern in modernen Automobilfabriken.

 

Fortschrittliche Technologie und moderne Fabriken

 

Im europäischen Produktionswerk von Hyundai Motor in der Tschechischen Republik läuft jede Minute ein komplett montiertes und geprüftes Fahrzeug vom Band. In den modernen Fabriken von Hyundai werden Autos mit den fortschrittlichsten Technologien produziert. Das Werk in Nošovice ist das modernste Automobilwerk Europas und das erste Werk des Unternehmens auf dem Kontinent. Die Hyundai Motor Manufacturing Czech Company (HMMC) produziert die Modelle i20 und i30 sowie den Hyundai Tucson. Diese Modelle wurden vom Hyundai Technical Center in Rüsselsheim für den europäischen Markt entwickelt. Das Werk verfügt auch über eine Werkstatt zur Herstellung von Getrieben.

 

 

Hyundai hat mit der Produktion der neuen Generation des i30 begonnen

 

Das 2008 eröffnete tschechische Werk zählt zu den modernsten Fabriken aller Zeiten. Heute produziert es jährlich bis zu 350 Fahrzeuge und beschäftigt 10 Mitarbeiter. Im Dezember 2016 startete die Produktion der neuen Generation des i30, Hyundais Hybrid-DNA-Modell. Das Modell wurde in Europa entworfen, entwickelt und produziert, wo bereits 30 Exemplare des i800 der vorherigen Generation verkauft wurden.

 

Industrieroboter 4.0

Die 500 Hightech-Roboter im Werk Nošovice produzieren täglich 1500 Autos. Dank modernster Technologie arbeiten die mechanischen Arme und Werkzeuge der Produktionslinie parallel entlang des Fließbands. Im Presswerk beispielsweise lädt ein automatisches Ladesystem die Elemente, während in der Schweißwerkstatt 300 Roboter die Elemente zusammenfügen. Die beiden leistungsstärksten Schweißmaschinen können ohne weiteres Eingreifen bis zu acht verschiedene Karosserien am Fließband herstellen. Hyundai-Mitarbeiter prüfen jedes Teil der Autos gründlich, bevor sie mit den strengen Tests auf der Teststrecke beginnen. Auch die Elektronik und die fortschrittlichen Sicherheitssysteme werden umfassend geprüft. Das Werk verfügt außerdem über ein eigenes Eisenbahnterminal, über das die neuen Autos in verschiedene Länder Europas gelangen.

 

https://www.youtube.com/watch?v=sFQpWrV-Ogs

 

 

So entsteht das Elektroauto IONIQ

 Der IONIQ Elektro wird im Hyundai-Werk Ulsan in Südkorea gefertigt. Es ist das größte Automobilwerk der Welt. Die fünf Fabriken, verteilt auf fünf Millionen Quadratmeter, produzieren täglich unglaubliche 5 Autos. 5 Roboter arbeiten an jedem IONIQ Elektroauto, und die Pressen können einen Druck ausüben, der dem Gewicht von 5.600 Elefanten entspricht. Das vorherige Video gibt einen kleinen Einblick in die Produktion des Hyundai IONIQ und zeigt die Technologie zur Prüfung des geschmolzenen Metalls. Käufer und Fahrer des Hyundai IONIQ können zwischen drei Antriebsarten wählen: Elektro, Hybrid und Plug-in-Hybrid.

 

Der Produktionsprozess umfasst Stahlherstellung, Walzen, Pressen, Schweißen, Lackieren, Montage und Inspektion. Die stabilen Platten werden aus geschmolzenem, auf 1535 Grad Celsius erhitztem Stahl hergestellt. Diese werden geschnitten und von Pressen mit einem Gesamtdruck von bis zu 2400 Tonnen gepresst, wodurch Karosserieelemente unterschiedlichster Form entstehen. Diese 2400 Tonnen entsprechen dem Gewicht von 800 Elefanten.

 

232 Roboter montieren ein einzelnes Elektrofahrzeug des Hyundai IONIQ. Der sorgfältige Lackierprozess benötigt sieben Liter Farbe und dauert sieben Stunden. Die 7 kWh Kapazität der Batterien entspricht etwa 7 Aufladungen eines Mobiltelefons.

Ferrari-Produktionsstopp

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