Ich möchte das eigentlich nicht schreiben, weil ich den neuen Mustang liebe, aber er hat beim letzten EURO NCAP-Test ein ziemlich schlechtes Ergebnis erzielt. Vor ein paar Tagen hat EURO NCAP den Volvo S90, V90 und Mustang haushoch geschlagen. Die Volvos waren letztes und dieses Jahr die Besten, aber leider hat der amerikanische Muscle-Car die Nase vorn gehabt und zwei, ich wiederhole zwei von fünf möglichen Sternen bekommen.
Der Erwachsenenschutz liegt zwar noch bei 72 Prozent, der Kinderschutz leider nur bei 32 Prozent. Der Fußgängerschutz liegt bei 64 Prozent, die Sicherheitsassistenten kommen aber nur auf 16 Prozent. Das ist ziemlich deprimierend, aber schauen wir uns das mal im Detail an.

Der erste negative Punkt war, dass beim überlappenden Frontalaufprall die Airbags von Fahrer und Beifahrer nicht genügend Druck hatten, sodass die Puppen mit dem Kopf gegen Lenkrad und Armaturenbrett schlugen. Schlimmer noch: Die Puppen auf den Rücksitzen rutschten aufgrund des fehlenden Gurtstraffers unter dem Sicherheitsgurt durch, wodurch Knie, Oberschenkel, Becken und Brustkorb nur unzureichend geschützt waren. Beim Seitenaufprall prallte der Kopf der Kinderpuppe aufgrund des schwachen Airbags gegen die C-Säule. Da der Mustang über keine automatische Notbremsung (AEB) verfügt, wirkte sich dies ebenfalls sehr negativ auf die Wertung aus. Ford versuchte nicht zu widersprechen und versprach, dass die nächste Version des Mustang mit AEB und Spurhalteassistent ausgestattet sein würde.
Ein weiteres Problem war, dass hinten nicht viel Platz war und daher viele Kindersitze nicht passten. Ich denke aber, dass der Mustang nicht als Familienauto verkauft wird, und die Mitnahme von Kindern in den Kindergarten ist sicherlich nicht die erste Überlegung. In Amerika schnitt der Mustang in einem ähnlichen Test (NHTSA) gut ab.

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