Ich hatte neulich die Gelegenheit, einen Nissan Leaf Probe zu fahren. Das kleine Elektroauto von Igazándi sieht von außen sehr ansprechend aus,

selbst der Kofferraum ist mit seinen 380 Litern ausreichend groß. Auch der Innenraum ist angenehm, allerdings ist der Geruch im Inneren, der wohl auf die recycelten Materialien zurückzuführen ist und daher lobenswert umweltfreundlich ist, meiner Meinung nach ziemlich unangenehm.

Die Bedienelemente sind gut erreichbar und liegen relativ gut in der Hand, der harte Kunststoff, der alles abdeckt, wirkt jedoch nicht sehr einladend. Dazu kommt noch schwarzer Klavierlack in Hülle und Fülle. Der Sitz war bequem und ich habe schnell die richtigen Einstellungen gefunden, auch das Armaturenbrett ist hübsch. Die Reichweite beträgt allerdings 180 km. Das ist recht kurz, auch wenn die Navigation automatisch nach einer Ladestation sucht, wenn die Reichweite unter 70 km fällt. Das Laden mit dem Schnellladegerät dauert 30 Minuten, während es zu Hause viele lange Stunden dauert. Man kann sich allerdings auch einen Schnellladeadapter für zu Hause kaufen, der – wenn wir nachts laden – aber nicht unbedingt nötig ist. Gut ist auch, dass die Batteriefarm aus 38 Lithium-Ionen-Batterien besteht, die einzeln ausgetauscht werden können. Nissan gewährt auf die Batterien 8 Jahre Garantie, d. h. wenn eine oder mehrere Batterien ausfallen oder ihre Effizienz unter 75 % fällt, werden sie im Rahmen der Garantie ersetzt.

Ein weiteres nettes Feature ist die 12-Volt-Standardbatterie, die für die Stromversorgung kleinerer Verbraucher – wie etwa der Klimaanlage – ausgelegt ist und zusätzlich über das kleine Solarpanel auf dem Dach geladen wird.

Natürlich habe ich die Beschleunigung des Elektro-Nissan getestet, aber was ich erlebt habe, war nicht beeindruckend. Ich habe von Anfang an keine nennenswerte Beschleunigung gespürt, also habe ich mir das Video noch einmal angesehen und gemessen. Er braucht 0 Sekunden von 60 auf 5, was ich für durchschnittlich halte, überhaupt nicht herausragend, natürlich verspricht der Leaf so etwas nicht.
Das Fahren mit dem Leaf war jedoch sehr angenehm, die Kabine wackelt nicht, die Straßenlage ist gut, die Federung dennoch angenehm und komfortabel. Und seine Dynamik ist in der Stadt ausreichend, bis wir die ECO-Taste drücken. Dann wirft er den Anker und die Zeit bleibt stehen. Wer noch nie mit einem 200D Mercin verkehrt hat, wird mit diesem Modus nicht lange zurechtkommen; ich habe ihn sofort ausgeschaltet, obwohl ich einmal zwei Wochen lang einen 200D mit Standlicht hatte.
Der Preis des Autos mit staatlicher Förderung und Nissan-Rabatt beträgt übrigens rund 7,5 Millionen Forint. Natürlich fragt sich derzeit jeder, wie sinnvoll es wäre, mit einem solchen Elektroauto zur Arbeit zu fahren, aber es fällt einem sofort ein, dass man neben dem kleinen Elektro-Nissan ein „Langstreckenauto“ braucht, was wiederum bedeutet, zwei Autos zu unterhalten. Schließlich können 180 km selbst in Ungarn eine ziemliche Herausforderung sein, und im Ausland ist es eher Glückssache.

Nach diesen Überlegungen habe ich mich ein wenig umgesehen, was in dieser Kategorie noch in Frage kommt. Als Markenfan fällt mir da zunächst der BMW i3 ein. Das ist schon Ich habe es auch versucht., nun ja, er ist eine Klasse höher in Komfort, Optik und Fahrdynamik. Seine Reichweite ist 20 km größer und er ließ sich sehr angenehm fahren.
Der Preis beträgt 12.264.000 Forint, die Leistung 102 PS und das Drehmoment 250 Nm. Der Sprint von 0 auf 100 dauert 7,3 Sekunden. Im Preis enthalten sind staatliche Subventionen, die man am besten vor dem Kauf beantragt. Ich war etwas naiv und dachte, ein Elektroauto bekommt automatisch staatliche Subventionen, aber nein. Man muss sie separat beantragen, sie werden geprüft und dann wird die Zahlung geleistet. Man kann also – im Prinzip – auch nach einem guten Elektroauto suchen, die Subvention beantragen und es bei positiver Prüfung kaufen, andernfalls verbrauchen Sie weiterhin Benzin. Die staatliche Subvention in Ungarn beträgt 15 % bis zu 21 Millionen Forint, maximal jedoch 1,5 Millionen Forint.

Dann gibt es noch den Renault ZOE, der zwar noch nicht in Ungarn auf den Markt kommen soll, mit der gerade eingeführten Batterie aber eine Reichweite von 300 km, 220 Nm Drehmoment und 4 km/h in 50 Sekunden erreicht. Er ist also sehr vielversprechend und könnte mit einigen Kompromissen als erstes Auto genutzt werden. Warum er in Ungarn nicht auf den Markt kommen soll, müssen wir vielleicht genauer untersuchen.

Und zum Schluss noch der lachende Vierte, der bisher schweigend gewartet hat und jetzt auf dem Pariser Autosalon einen so großen raushaut, dass die anderen vor Staunen umfallen. Nein, nein! Das ist kein Tesla, das ist wirklich eine andere Klasse. Das ist der Opel Ampera E. Die realen 500 km Reichweite bringen alles mit und die 360 Nm geben einem das Gefühl, als würde man im Sitz sitzen. 0-50 km/h dauert hier 3,2 Sekunden und 80-120 km/h 4,5 Sekunden. Der Kofferraum ist fast so groß wie beim Leaf: 381 Liter. Dieser Ampera E ist noch sehr neu, aber nach allem, was wir bisher über ihn wissen, ist er jetzt der Beste seiner Kategorie. Und sein Preis in Deutschland liegt mit staatlichen Subventionen bereits unter 10 Millionen HUF.
Hier ist eine Vergleichstabelle:
| Reichweite (km) | Drehmoment (Nm) | 0-50 km / h | 0 -100 km/h (s) | Preis (Millionen HUF) | |
| Nissan Leaf | 180 | 254 | 4,6 | 11,5 | 7,5 * |
| BMW i3 (94 Ah) | 200 | 250 | 3,1 | 7,3 | 10,76 ** |
| Renault Zoe | 300 | 220 | 4 | 13,5 | 6,8 *** |
| Opel Ampera E | 500 | 360 | 3,2 | 10 **** |
* mit staatlicher Förderung und Nissan-Rabatt
**mit staatlicher Förderung
***Französischer Preis
****Mit staatlicher Förderung in Deutschland

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